Samoa: Polynesien pur !

Vor etwa 3000 Jahren erreichten die ersten Menschen, von Fidschi und Tonga kommend, die Inselgruppe Samoa. Innerhalb der nächsten 1000 Jahre bildete sich dort eine eigene Kultur: Polynesien. Durch den Druck der Überbevölkerung brachen die Polynesier, inzwischen zum perfekten Seefahrervolk geworden, wieder auf und besiedelten in den folgenden Jahrhunderten ein riesiges Dreieck, das von Hawaii im Norden, bis zur Osterinsel im Südosten und Neuseeland im Südwesten reichte. Samoa gilt jedoch bis heute als die Wiege Polynesiens.

1722 entdeckte als erster Europäer der holländische Seefahrer Jakob Roggeveen die Inseln. Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Kolonialmächte und teilten Samoa unter sich auf. Der Ostteil wurde amerikanisch und blieb bis heute selbstverwaltetes Territorium der USA. Der Westteil mit den beiden großen Inseln Upolu und Sawaii war von 1899 bis 1914 deutsche Kolonie. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges fiel es unter neuseeländische Verwaltung und erhielt 1962 als erster Staat der Südsee seine Unabhängigkeit. Zunächst als Western Samoa bezeichnet lautet der Name seit 1997 offiziell Samoa.

Nirgendwo sonst haben sich polynesische Kultur und Lebensgefühl besser erhalten als hier. Die Zeit deutscher Kolonialherrschaft war zwar kurz, ist bei der Bevölkerung jedoch in guter Erinnerung geblieben und hat auch zahlreiche Spuren hinterlassen. Auf den von deutschen Kolonialherren angelegten Kokosplantagen stehen die Palmen schnurgerade in Reih und Glied; die ersten Grundbücher Samoas wurden in altdeutscher Schrift angelegt und im Telefonbuch ebenso wie auf manchem Firmenschild in der Hauptstadt Apia sind deutsche Namen zu finden.

Aggie Grey's Hotel am Rande von Apia: legendäres Südsee-Hotel, 1933 eröffnet und erstes Haus am Platze.

Die schönsten Strände befinden sich an der Südküste der Insel Upolu.

Einer von vielen: der Sopo'aga-Wasserfall, inmitten des Regenwaldes, kann von einem Aussichtspunkt nahe der Straße aus besichtigt werden.

Zeugnis deutscher Kolonialherrschaft: Kriegerdenkmal im Hafen von Apia.

Blick von den Bergen auf Samoas Hauptstadt Apia.

Paradise Beach erhielt seinen Namen, nachdem er 1952 als Kulisse für den Film "Return To Paradise" mit Gary Cooper und Roberta Hayes gedient hat.

Weiße Sandstrände zwischen schwarzen Lavafelsen sind typisch für die Strände an der Südküste von Upolu.

Kokospalmen am Paradise Beach.

Und weiter ging es nach Fidschi