Dominica

Auf seiner 2. Reise nach Westindien nahm Christoph Kolumbus einen etwas südlicheren Kurs und erblickte am 3. November 1493 erstmals Land. Es war ein Sonntag (lateinisch: dominicus), und so nannte er die Insel Dominica. Weil er für seine Flotte von diesmal 17 Schiffen keinen Ankerplatz fand, segelte er weiter.

Das ca. 750 Quadratkilometer große Dominica ist die Antillen-Insel, die der Entdecker am leichtesten wiedererkennen würde, denn sie wurde durch Kolonisationskriege, Plantagenwirtschaft und Tourismus bislang am wenigsten ramponiert. Das Rückgrat bildet eine vulkanische Bergkette, über die sich fast täglich ausgiebige Regenfälle ergießen. Sie bewässern einen noch fast zusammenhängenden Regenwald, sofern nicht ein Hurrikan wieder einmal für einen Kahlschlag gesorgt hat.

Ähnlich wie das südlich davon gelegene Martinique wechselte auch Dominica mehrfach zwischen England und Frankreich hin und her, verblieb dann letztendlich bei der britischen Krone. Zahlreiche Ortsnamen einschließlich der Hauptstadt Roseau klingen aber noch eindeutig französisch. Gegen Engländer und Franzosen gleichermaßen kämpften ihrerseits die Kariben, allerdings mit immer weniger Erfolg. 1903 wurden sie durch die britischen Kolonialherren in einem 3000 Hektar großen Reservat an der Nordostküste angesiedelt. Ihre Nachkommen leben heute noch dort. Es sollen 2500 Indianer sein, von denen aber nur noch wenige reinblütig sind. Heute ist Dominica unabhängig und Commonwealth-Mitglied.

Blick auf Dominicas Hauptstadt Roseau.

Das Hotel Anchorage (auf deutsch: Ankerplatz).

Dominica ist die "grüne" Insel der Karibik.

Der Regenwald ist noch weitgehend erhalten.

Hier sind noch deutlich die Spuren des letzten Hurrikans zu sehen.

Über den Kratersee ziehen schon wieder die nächsten Regenwolken.

Erdlöcher, aus denen Schwefeldämpfe hochsteigen, erinnern vielerorts daran, dass man sich auf "heißem Boden" befindet.

Im Urwald kann man hier und da eine wilde Helikonie entdecken.

Ein schmaler Pfad führt die Touristen in eine Schlucht hinunter zum Emerald-Fall. Er ist das touristische Aushängeschild der Insel.

Eine Flussmündung auf Dominica.

>> dritte und letzte Station war St. Vincent & The Grenadins