Die Karibik
Als Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 auf der heutigen Bahama-Insel San Salvador landete, glaubte er, Indien auf dem Westweg erreicht zu haben. Seither heißt dieser Teil der Erde "Westindien" und seine Ureinwohner Indianer. In den folgenden Tagen und Wochen entdeckte der Seefahrer noch weitere kleinere Inseln sowie Kuba, von dem er glaubte, dass es sich schon um das Festland handeln müsse. Am 6. Dezember strandete sein Schiff "Santa Maria" auf einer Sandbank vor der Nordküste von Hispaniola, dem heutigen Haiti. Einen Teil seiner Besatzung musste er zurück lassen. Mit dem Rest der Mannschaft auf den beiden kleinen Schaluppen Nina und Pinta kehrte er Spanien zurück. Er unternahm noch drei weitere Entdeckungsreisen, ohne dass ihm bewusst war, dass er die Neue Welt entdeckt hatte.
Die Inselwelt Westindiens war ursprünglich von den vergleichsweise friedlichen Arawak-Indianern bevölkert. Zur Zeit der Entdeckung durch Kolumbus waren gerade die Kariben aus dem südamerikanischen Orinocobecken über die kleinen Antillen bis zu den Jungfern-Inseln vorgedrungen. Sie waren hervorragende Kanufahrer und Schwimmer, jedoch auch barbarische Krieger. Wer sich ihnen in den Weg stellte, wurde grausam getötet und meist auch verspeist. Von ihrem spanischen Namen "Caribal" leitet sich das Wort "Kannibale" ab. Gegen die europäischen Entdecker, die Kolumbus in großer Zahl folgten, konnten sich die Indianer nicht lange behaupten. Nach wenigen Jahrzehnten waren die meisten ausgerottet, teils durch die Waffen der Eroberer, teils durch deren eingeschleppte Krankheiten. Da sie ohnehin für Fronarbeit nicht geeignet waren, wurden schon bald Sklaven aus Westafrika eingeführt.
Nach den Spaniern begannen sich auch andere Länder für die Karibik zu interessieren: England, Frankreich, Holland, Dänemark und schließlich die USA. In kriegerischen Auseinandersetzungen nahmen sich die Kolonialmächte in den folgenden Jahrhunderten die Inseln immer wieder gegenseitig ab.
Martinique
Die zu den Kleinen Antillen zählende Insel wurde am 15.6.1502 von Kolumbus auf seiner 4. Reise entdeckt. Sie hat eine Fläche von etwa 1.100 Quadratkilometern, ist ca. 70 km lang und zwischen 10 und 20 km breit. Ab 1635 besiedelten die ersten Franzosen Martinique. Jedoch wechselte die Insel mehrmals zwischen Frankreich und England hin und her. Joséfine, die Frau von Kaiser Napoleon Bonaparte, wurde 1763 auf Martinique geboren. 1848 schaffte der aus dem Elsaß stammende Abgeordnete Victor Schoelcher per Dekret die Sklaverei ab. Dafür ist heute ein Stadtteil der Insel-Hauptstadt Fort-de-France nach ihm benannt. Im Jahr 1902 brach der 1397 m hohe Vulkan Mont Pelée im Norden der Insel aus und zerstörte die 6 km entfernt liegende Stadt St. Pierre, die einstmals 30.000 Einwohner zählte.
Heute ist Martinique ein französischen Übersee-Departement. Von jedem größeren Flughafen in Frankreich wie z.B. Basel-Mulhouse ist die Insel mindestens einmal wöchentlich per Direktflug über Gouadeloupe zu erreichen (ab Paris täglich). Meine Karibik-Reise im Jahr 1987 auf drei Inseln der Kleinen Antillen begann und endete daher auf Martinique:
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Ansicht von Fort-de-France, Hauptstadt des kleinsten französischen Übersee-Departements Martinique. |
Blick auf Fort-de-France von der anderen Seite der Bucht. |
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Hafenpromenade von Fort-de-France. |
Kleiner Badestrand in der Bucht gegenüber der Insel-Hauptstadt. |
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Der Vulkan Mont Pelée hat bei seinem letzten großen Ausbruch 1902 die Stadt St. Pierre ausgelöscht.
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Auf der Halbinsel Caravelle. |
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Strand an der Halbinsel Caravelle. |
Plage des Salines nahe der Südspitze der Insel. |
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Plage des Salines ist der größte und schönste Strand auf Martinique. |
In der Ferne ist die Insel St. Lucia zu erkennen. |
>> zweite Station war Dominica ...